Metropolen wachsen nicht mehr so stark – Fürth schon!

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email

In der jährlichen durchgeführten Wohnungsmarktanalyse WIP (WohnInvestmentProspects) erstellt das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung eine Bevölkerungsprognose für alle deutschen Kreise und kreisfreien Städte. Nur noch ein paar bestimmte Metropolen können mit einem Wachstum der Einwohnerzahl rechnen, diese sind jedoch geringer als in den Jahren zuvor. Zum Beispiel wird das Wachstum in Düsseldorf (+0,9%), Stuttgart (+2,6%) und München (+4,0 %), laut Gewos-Institut, zukünftig moderater verlaufen. Außerdem wandern immer mehr Menschen in das Umland ab, insbesondere in München sei dieser Effekt spürbar, so das Gewos-Institut. Was die Studie für Fürth bedeutet, lest ihr in unserem Beitrag.

Aber erstmal ganz allgemein: Deutschland als ganzes betrachtet wird nur noch sehr leicht, um ungefähr +0,7%, wachsen. Dieses Wachstum kommt hauptsächlich aus den alten und bevölkerungsreichen Bundesländern. Die neuen Bundesländer verlieren hingegen im Prognosezeitraum 2,3% ihrer derzeitigen Einwohner.

Bayern boomt & Fürth gleich mit

Im Allgemeinen können Süddeutschland und vor allem Bayern, laut der Prognose in den 15 Jahren um bis zu zehn Prozent an Einwohnern dazu gewinnen. Hier trumpft insbesondere unsere Kleeblattstadt auf. Diese zählt im selben Zeitraum zu den Top 3 (!) wachsenden Städten in ganz Deutschland hinter Leipzig und Dachau. Mit einer zu erwartenden Wachstumsprognose von +8,8% steigt die Einwohnerzahl um ca. 11.300 Menschen. Dies spiegelt offensichtlich die enorme Attraktivität unserer Stadt wieder. Leider ist die Wachstumsrate im Landkreis Fürth negativ. Das bedeutet, dass sich dort die Einwohnerzahlen verringern werden. Hier rechnet die Studie mit einem Einwohnerschwund von 1,3% im Prognosezeitraum.

Entwicklung fest im Blick haben

Die stark wachsende Bevölkerung und Zuzug in unsere Stadt bringt automatisch Chancen, aber auch Risiken mit sich. Beispielsweise werden wir noch mehr Neubautätigkeiten brauchen, um mit der Nachfrage Schritt halten können. Zurzeit sind die Mieten bei uns (noch) günstiger, als in den Nachbarstädten. Jedoch ist ein klarer Trend sichtbar, den wir im Auge behalten müssen. 2011 kostete beispielsweise eine 60m² Wohnung, laut dem Mietspiegel Fürth 2020 von wohnungsboerse.net, noch durchschnittlich 6,57€ pro Quadratmeter. Dieser Wert ist heute schon auf fast 10€ angestiegen. Wir bei der JU Fürth haben aus diesem Grund im Kommunalwahlkampf schon ein Studentenwohnheim in Fürth gefordert. Dies bietet Studenten eine günstige Option neben Nürnberg und Erlangen und entlastet geleichzeitig den hiesigen Wohnungsmarkt.

Schon 2019 überraschten, laut nordbayern.de, die neue Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahl das Rathaus. Die vorliegende Studie kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Jetzt muss man sich genau überlegen, ob man nicht doch ein viertes Gymnasium in Fürth braucht, um auch für Familien attraktiv zu bleiben. Alle oben genannten Entwicklungen sind nur ein kleiner Ausschnitt der Folgen, die durch den Anstieg der Einwohnerzahlen in den nächsten Jahren folgen. Wir bei der JU Fürth werden diese klar im Blick behalten und unsere Ideen beisteuern, damit unser Fürth auch in Zukunft nichts an seiner Attraktivität und Lebensqualität verlieren wird.